| Die Jenseitsvorstellung der Juden | ||||
Der Mensch wurde nach jüdischen Vorstellungen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Der Mensch soll sich als "Partner Gottes" in der Welt einsetzen, indem er gemäß den moralischen Gesetzen Gottes handelt. Als Ebenbild Gottes, wird er von Gott geliebt und soll zum Heil geführt werden. Das Judentum kennt keine "Erbsünde" des Menschen. Trotz der Allmächtigkeit und Allwissenheit Gottes ist der Mensch für seine Taten verantwortlich. Er ist frei etwas zu tun oder zu lassen. Allerdings finden die Rechte des einzelnen ihre Schranken in den Rechten der anderen (z.B. jeder hat das Recht zu leben, ich darf ihn nicht töten, weil ich es gerade will). Der Mensch soll nach den göttlichen Geboten leben, eine Aufruhr gegen diese Gebote und die göttliche Ordnung ist Sünde. Sünde ist für das Judentum eine Erniedrigung der wahren Natur des Menschen. Der Mensch wird an seinen Taten erkannt, gemessen und gerichtet. Das Judentum glaubt an einen gerechten Gott, aber auch an einen Gott als Richter. Die Gerechten werden ein Leben nach dem Tode in Verbindung mit Gott haben. Manche Juden verstehen diese Auferstehung als eine leibliche Auferstehung, ein Wohnen im Lande der Verheißung. Nüchternere Tendenzen konzentrieren sich jedoch auf die rein geistige Auferstehung. Auferstehen werden nur Gerechte, keine Sünder oder Verdammte, wie z.B. Überhebliche, Unwissende und solche, die die Auferstehung leugnen. Der Glaube an einen Messias, der kommen wird, um alle Menschen zu erlösen, sie vom Leiden und vom Bösen zu befreien, ist das Herzstück des jüdischen Glaubens. Der gläubige Jude kann daher auch als "hoffender Mensch" bezeichnet werden. Sünder hoffen daher auch auf das Kommen des Messias, um erlöst zu werden und damit ein Leben nach dem Tod führen können. Der jüdische Glaube an einen Messias ist nicht wie im Christentum auf eine historische Gestalt (Jesus Christus) hin angelegt. In den jüdischen Schriften hat der kommende Messias verschiedene Namen.
Quelle: Dr. P. Schmidt, fphschmidt.de |
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