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Leben - oder warum wir hier sind

Was bedeutet überhaupt "Leben"? Wenn Sein die Anwesenheit von etwas (alles was ist) darstellt, so ist Leben das Ausnützen dieser Anwesenheit. Das Ergebnis dieses Ausnützens der Anwesenheit von etwas stellt dann wiederum die Wahrnehmung von etwas dar.

Erhält unser Geist neue Informationen, hat er eine Wahrnehmung, so verändert er sich. Erst diese Veränderung, dieser Fortschritt im Sein, lässt uns unser Sein begreifen.

Alles was ist und nicht ist, hier meist "Gesamtbewusstsein" genannt, wüsste ohne diese simultane Veränderung von sich selbst nichts (über sich selbst, also alles was ist)

Für das ganzheitliche Begreifen des ganzen Seins ist das Erfahren von allem was (möglich) ist, nötig. Alleine ist dies aus einem ganz einfachen Grund unmöglich: Wie könnte man aus dem Zustand herraus, das Sein selbst zu sein und mit der Erkenntnis, dass es Veränderung im negativen Sinne überhaupt gar nicht gibt, Angst und Sorge erleben? Diese von uns, einem kleinen Teil des Gesamten, "negativ" empfundene Bewusstseinszustände haben ihren Sinn. Sie gehören zu den vielen Differenzen von Zuständen unserer selbst, die es ermöglichen unser Sein zu begreifen.

 

 

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